Das Gold des Gartens selbst gewinnen

Grün­schnitt und Co. ganz einfach selbst in Kompost ver­wan­deln

Warum immer wieder Dünger kaufen, wenn man ihn selbst gewinnen kann? Viele Grünabfälle aus dem Garten, aber auch Obst- und Gemüseabfälle aus der Küche, die sonst in der Biotonne landen, lassen sich im eigenen Garten in nährstoffreichen Humus verwandeln. Mit dem Kompostieren zu starten, ist dabei einfacher, als viele denken. Mehr als eine Kompostbox und einen windgeschützten Ort braucht es nicht. Ein Häcksler hilft, Schnittgut und Äste für den Kompost zu zerkleinern.

Die Natur ist geprägt von Kreis­läu­fen: Blätter und ab­ge­stor­be­ne Äste bei­spiels­wei­se fallen zu Boden, werden zersetzt und zur Nähr­stoff­quel­le für neues Pflan­zen­wachs­tum. Dieses Prinzip können sich Gar­ten­be­sit­zer zunutze machen: Statt Dünger zu kaufen, können sie im eigenen Garten Kompost gewinnen. Dabei ver­wan­delt sich Schnitt­gut aus dem Garten genauso wie Obst- und Ge­mü­se­ab­fäl­le aus der Küche durch na­tür­li­che Prozesse und die Mit­wir­kung von Mi­kro­or­ga­nis­men in wert­vol­len Humus. Das bedeutet Recycling in Rein­kul­tur. „Der selbst gewonnene Humus weist viele Vorteile auf: Er sorgt für lockere und nähr­stoff­rei­che Böden, ist ein ef­fek­ti­ver Was­ser­spei­cher und fördert insgesamt ein gesundes Pflan­zen­wachs­tum”, erläutert der STIHL Gar­ten­ex­per­te Jens Gärtner. Ein weiterer Vorteil von haus­ge­mach­tem Kompost: Der Gar­ten­be­sit­zer weiß ganz genau, was drin ist und dass es sich um Bio­qua­li­tät handelt.

Aus grob mach fein

Die Um­wand­lung von Kompost in nähr­stoff­rei­chen Humus erledigen Bo­den­or­ga­nis­men, die die Pflan­zen­res­te zersetzen. Da sie kleine Partikel weitaus schneller ver­ar­bei­ten können als große, ist ein Gar­ten­häcks­ler, etwa der GHE 140 L von STIHL, ein nütz­li­cher Helfer bei der Kom­post­her­stel­lung: Er zer­klei­nert Schnitt­gut und Äste im Nu, so dass auch sie fein genug sind, um von den Mi­kro­or­ga­nis­men zersetzt zu werden. Wichtig ist außerdem, beim Kom­pos­tie­ren auf eine gute Mischung von weichen Pflan­zen­res­ten und hartem, holzigem Material zu achten. Der weiche Grün­schnitt liefert die für die Zer­set­zung nötige Feuch­tig­keit, der harte lockert die Kom­post­struk­tur auf und fördert die Durch­lüf­tung. Reif ist der Kompost, wenn er von krü­me­li­ger Struktur ist. Dann sind seine Nähr­stof­fe auf­ge­schlos­sen. Nicht voll­stän­dig ver­rot­te­te Teile können aus­ge­siebt, bei Bedarf nochmals mit dem Häcksler be­ar­bei­tet und an­schlie­ßend in den nächsten Kompost gegeben werden.

Komposter aus Holz einfach selbst bauen

Platz ist für einen Komposter auf nahezu jedem Gar­ten­grund­stück. „Sehr gut geeignet ist eine ebene Fläche im Schatten oder Halb­schat­ten”, erklärt der STIHL Gar­ten­ex­per­te. Eine weitere Emp­feh­lung für rasche Erfolge: Der Kompost sollte stets feucht gehalten werden und wind­ge­schützt – bei­spiels­wei­se neben einem Zaun oder der Wand des Gar­ten­häus­chens – stehen. So ist eine gleich­blei­ben­de Tem­pe­ra­tur si­cher­ge­stellt; bei kühleren Tem­pe­ra­tu­ren hingegen ver­lang­samt sich der Kom­pos­tie­rungs­pro­zess. Hilfreich ist es zudem, das Kom­pos­tier­gut stets sorg­fäl­tig ab­zu­de­cken, damit es vor direkter Son­nen­ein­strah­lung und Regen geschützt ist. Wer den Garten mit eigenem Humus be­rei­chern will, kann einen Komposter kaufen. Mit ein wenig Geschick ist es aber ebenso möglich, einen solchen Behälter aus Holz selbst zu bauen. Wie der Eigenbau un­kom­pli­ziert gelingt, erfahren Gar­ten­be­sit­zer etwa mit der Anleitung unter www.stihl.de, die Schritt für Schritt die Vor­ge­hens­wei­se be­schreibt. Dort finden sich auch Hinweise zum richtigen Anlegen eines Kom­post­hau­fens.  

Was gehört in den Kompost - und was nicht?

In den Kompost kann fast alles hinein, was an Grün­schnitt im Garten entsteht sowie or­ga­ni­sche Kü­chen­ab­fäl­le wie Ge­mü­se­scha­len. Gröbere Abfälle wie etwa Strauch­schnitt sollten dabei gut mit feuchten Ge­mü­se­res­ten, trockenem Material und nähr­stoff­ar­men Be­stand­tei­len wie Holz­häck­sel vermengt werden. Tabu sind dagegen Fette und Öle sowie Spei­se­res­te tie­ri­schen Ursprungs wie Fleisch, Käse, Knochen oder auch Backwaren. Ihr Geruch könnte un­ge­be­te­ne Gäste wie Ratten, Füchse oder auch Wasch­bä­ren anlocken. Auch Wild­kräu­ter, ins­be­son­de­re deren Wurzeln und Samen, haben nichts im Kompost verloren.

Quelle: STIHL

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